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Van Life Und Yoga In Andalusien

Van Life Deluxe & Yoga in Andalusien

Unsere heutige Gastautorin Doro ist seit ihrem 40. Lebensjahr und damit seit mittlerweile mehr als zwei Jahren im 6,4 Tonnen schweren Wohnmobil in Süd-West-Europa unterwegs und am Schreiben, Gassigehen, Wandern, die Natur bewundern – und seit letztem Jahr auch die jeweils aktuellen Corona-Maßnahmen in Bezug aufs Reisen studieren. Ganz frisch ist sie teilzeit-sesshaft im wunderschönen Nordspanien und sehr verliebt in Asturien.

Sie berichtet in ihrem Artikel über eine ganz besondere Auszeit für Camper und Vanlifer.

Seit zwei Jahren bin ich mittlerweile mit dem Wohnmobil unterwegs. Und so schön das Leben und Arbeiten mit zwei Erwachsenen und einem Hund in der mobilen Einraumwohnung an den verschiedensten Orten dieser Welt auch ist – und das ist es wirklich – ab und zu muss ein zweites Zimmer her! Ich brauche manchmal einfach meinen eigenen Space. Nun war es wieder so weit und ich habe mich auf den Weg zu dem Yoga-Retreat „Suryalila“ in Andalusien gemacht, über das ich immer mal wieder im Internet gestolpert bin.

Das Retreat liegt zwischen Cadiz, Sevilla und Malaga und eine knappe Stunde vom Meer entfernt. Im Sommer ist es hier heiß und angeblich auch trocken (ich kann das einfach nicht glauben!) und im Frühling ist es der absolute Traum in Grün: Alles ist sattgrün, ja geradezu neongrün, und kleine bunte Blümchen sprießen hier und da am Wegesrand hervor. Dazu scheint die Sonne Südspaniens, die mich auf den Wanderungen in der ebenfalls sehr schönen Umgebung bereits im Februar schon ordentlich gebräunt hat. Hach, war das schön… aber ich schweife ab.

Van Life Deluxe auf der grünen Wiese

Als ich im Retreat ankam, hab ich dann doch fast bereut, ohne das Wohnmobil dort zu sein, da es bei Suryalila auch einen Wohnmobil-Bereich gibt, was mir nicht bekannt war. Mitten im Grünen. Van Life Deluxe. Ach ja, eins noch vorab: auch wenn dieser Text werblich klingen mag, ich bekomme weder Geld noch Vergünstigungen dafür, ich bin einfach nur Fan von dem wunderschönen Ort und möchte ihn Euch anderen Wohnmobilist:innen nicht vorenthalten. Ich weiß doch, wie viele von uns gerne Yoga machen und Ruhe und Natur genießen.

Neben Ruhe und Natur bietet Suryalila übrigens noch viel mehr für das Van Life, nämlich richtig gute und praktische Features wie Draußenduschen, Kompostklos, Waschmaschinen und Coworking-Spaces sowie ganz viele schöne Sitzecken zum Arbeiten, Chillen, Sonnen oder Quatschen. Und jetzt bitte festhalten: Es gibt auch einen Salzwasserpool! Mir gefällt bei der ganzen Anlage besonders die Mischung aus luxuriös gestaltet und ausschweifend dekoriert und dabei gleichzeitig rustikal-umweltfreundlich oder treffender: naturnah. Umweltbewusstsein und Fülle müssen sich eben nicht ausschließen!

Foto: (c) Suryalila

Extra Luxus: Yoga, Massagen und Gourmet-Buffet

Nach Lust und Laune kann man zum Stellplatz noch so einiges dazubuchen, was gesund ist und Genuss oder Spaß bringt: Massagen, verschiedene Behandlungsformen, Yogastunden, Ausritte und himmlisches vegan-vegetarisches Gourmet-Brunch und -Dinner. Zu dem Essen möchte ich noch etwas mehr sagen, weil es mich einfach zweimal am Tag so dermaßen glücklich gemacht hat: Viele der Zutaten, aus denen die Köchin täglich kulinarische Wunder zaubert, stammen von Suryalila: Obst und Gemüse kommen aus dem Permakulturgarten, das Bio-Olivenöl von den eigenen Bäumen und Eier liefern die frei laufenden Hühner. Fehlt mal etwas, wird beim Bauern aus der Umgebung bestellt.

Außer Hühnern bewohnen übrigens auch Pferde, Esel, Alpaka, Katzen und Hunde dieses gar nicht so kleine Paradies. Da freuen sich Klein und Groß! Apropos groß: Das ziemlich umfangreiche Team von Suryalila mitsamt Volunteers ist sehr international und mit viel Liebe und Herzlichkeit dabei. Ich fand die ganze Atmosphäre hier überhaupt sehr herzlich und entspannt, unaufdringlich-offen und erholsam.

Foto: (c) Suryalila

Yoga-Retreat meets Van Life

Wenn nicht gerade Corona-Pandemie ist, richtet sich Suryalila vor allem an Yoga-Begeisterte mit Yoga-Urlauben sowie Yoga-Lehrer:innen-Ausbildungen. Einer der Yogaräume ist wohl die beeindruckendste Yogahalle, die ich je gesehen habe: Der große, helle Yoga-Dome bietet einen herrlichen Ausblick über die sanft geschwungene andalusische Hügellandschaft.

Neben Yoga gibt es auch Permakulturweiterbildungen, bei denen man neben der Theorie auch im Garten mit anpacken kann. Ein weiterer Teil der Fortbildung ist das ökologische Bauen. Tatsächlich stehen auf dem Grundstück verteilt bereits verschiedene ökologische Häuschen. Ich finde es faszinierend, wie man mit einfachen regionalen Materialien wie Stroh, Lehm und Holz so schöne, kreative und nachhaltige Häuser (selber-)bauen kann. Stilmäßig ein bisschen Hobbit, ein bisschen Hippie und mit einem tollen Klima zu jeder Jahreszeit!

Derzeit konzentriert sich das Retreat-Zentrum coronabedingt vor allem auf Langzeit-Aufenthalte – als Yoga-Hotel für remote Arbeitende quasi – sowie Aufenthalte mit dem Wohnmobil. Yogaunterricht gibt es trotzdem jeden Vormittag und zusätzlich dreimal wöchentlich nachmittags. Bei Interesse kann man Yogastunden zum Stellplatz dazubuchen und mitmachen. Ich habe mich jeden Morgen mit etwas Überwindung aus dem bequemen Bett gequält und mich dann jedes Mal sehr über die Yogastunde gefreut. Regelmäßige Bewegung tut so gut!

Damit du einen Eindruck von den Preisen bekommst: Langzeitaufenthalte gibt es als „Special vanlife extended stay deal“. Hier ist der Mindestaufenthalt 1 Monat für 400 € für 1 Person bei Selbstverpflegung, inkl. Nutzung der Infrastruktur im Retreat bzw. 500 € für 2 Personen bei Selbstverpflegung, inkl. Nutzung der Infrastruktur zu haben. Im Vergleich: Kurzaufenthalte werden pro Nacht angeboten. 30 € für 1 Person bzw. 45 € für 2 Personen inkl. biologisch-vegetarischem Frühstück, Nutzung der Infrastruktur im Retreat sowie Nutzung des Salzwasser-Pools. Mittag- und Abendessen kosten 15 € pro Person und Mahlzeit. Für Yoga bezahlst du 8 € pro „Drop-in class“.

Foto: (c) Suryalila

Stellplatz auf dem Campo

Corona hat diesen wunderschönen Ort also den modernen Nomaden mit vier (oder sechs) Reifen geöffnet – allerdings mit einer kleinen Herausforderung. Alle, die in Spanien schon mal „auf dem Campo“ unterwegs waren, kennen es: Der Weg bis zum Gehöft ist nicht asphaltiert und hat so einige Schlaglöcher. Er ist aber glücklicherweise recht breit und flach, sodass man sich schön an ihnen vorbeischlängeln kann. Und wenn Du die Geduld zu verlieren drohst, lass Dir gesagt sein: Der weite Weg in die Natur führt auch zu einem phänomenalen Sternenhimmel!

Mir hat es auf alle Fälle ausgezeichnet in Suryalila gefallen, und ich plane ganz fest im nächsten Frühjahr mit dem Wohnmobil hinzufahren. Wenn ich Suryalila mit drei Worten beschreiben sollte, würde ich sagen: abundant, peaceful & nourishing. Sorry für das Englisch, aber auf Deutsch klingt es noch kitschiger… Wenn Du an einem Aufenthalt bei Suryalila interessiert bist, findest Du die jeweils aktuellen Infos auf der Website, z. B. hier. Am besten Du meldest Dich vorher an! Viel Spaß und genieß den Aufenthalt an diesem ganz besonderen Ort.

Foto: (c) Michael Reilly

Titelbild: (c) Suryalila

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